LUCE & OMBRA

 

30. Juni 2017, 20 Uhr

 

Tatiana Flickinger – Blockflöten

 

Viktor Töpelmann – Viola da Gamba/ Violoncello

 

Helene Lerch – Cembalo/ Orgel

 

 

 

In einem Programm der Kontraste stellt luce & ombra die sonnendurchflutete italienische Musik mit ihrer überbordenden Virtuosität und Extrovertiertheit dem eher zurückgezogenen Charakter der „private musick“ in England gegenüber.

 

Während es Fingerfertigkeit und Dramatik sind, die den Zuhörer in Italien in den Bann ziehen sollten, lebt die englische Musik eher von den subtileren Stimmungen der Melancholie und der beruhigenden Ordnung höfischer Tanzformen. 

 

Durch die bewusst dramatische Programmatik des so unterschiedlichen Repertoires entsteht im Konzert ein Spannungsfeld, das sich unmittelbar auf den Zuhörer überträgt und ihn erleben lässt, dass auch heute noch überrascht und begeistert, was damals unerhört neue Klänge waren.

 

Die Kategorien des Lichtes und des Schattens finden im Barock ihre Entsprechung in Begriffspaaren wie Leben und Tod, Wärme und Kälte, Spiel und Ernst, Ewigkeit und Zeit, Erotik und Tugend. All diese Gegensätze wurden nicht nur in den bildenden Künsten lebendig, sondern auch in der Musik der Zeit.

 

 

 

Das hochkarätig besetzte Ensemble bringt nicht nur die Werke von Komponisten wie Castello, Merula, Locke und Purcell zum Klingen, sondern auch die Instrumente dieser Zeit. Diverse frühbarocke Blockflötentypen wetteifern mit der tiefen, sonoren Stimme der Viola da Gamba und dem vielfarbigen Spiel des Violoncellos um den schönsten Klang und werden dabei getragen und in Einklang gebracht von Cembalo und Orgel.